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Kassette und Walkman: das Comeback ist real

Notiz

Kassette und Walkman: das Comeback ist real

Die NZZ Bellevue bringt's auf den Punkt: die Audiokassette hat sich vom ausrangierten Relikt der Generation X zum stilvollen Sammlerstück gewandelt – als haptischer Gegenpol zum Streaming.

Nach ihrem Höhepunkt in den 80ern musste die Kassette 1992 den Spitzenplatz als meistverkauftes Musikformat an die CD abgeben, und mit dem Aufkommen von MP3 und iPod verlor sie Anfang der 2000er auch ihre mobile Bedeutung – bis 2005 wurde die Massenproduktion bespielter Kassetten schrittweise eingestellt. 

Doch die Nische wächst rasant. We-Are-Rewind-Mitgründer Guillaume de Kergariou beschreibt die Entwicklung so: Als sie 2019 anfingen, sei das Kassetten-Revival eine Nischenbewegung gewesen, die Nachfrage habe in den letzten Jahren aber drastisch angezogen. Die Zahlen untermauern das: nach rund 20'000 produzierten Einheiten im letzten Jahr rechnet das Unternehmen für 2026 mit einer Verdoppelung auf etwa 40'000 Geräte. Spannend dabei: Viele Kundinnen und Kunden sind gar keine Nostalgiker – laut de Kergariou hatten viele nie einen eigenen Walkman und entdecken die Kassette gerade erst neu.

Statt alte Geräte einfach zu kopieren, hat We Are Rewind den Walkman komplett neu gedacht – mattes Aluminiumgehäuse, zeitgemässe Funktionen, aber der gleiche Grundgedanke wie 1979.

Fazit: Kein reiner Retro-Gag, sondern eine echte, wachsende Bewegung – Bühne, Statussymbol und Soundtrack, einfach auf 2026 aktualisiert.

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